Was sind Verpflegungseinrichtungen?

Verpflegungseinrichtungen: Dahinter verbergen sich (Betriebs-) Kantinen, Mensen und Gaststätten – also alle Einrichtungen aus dem Bereich Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Deren Nutzungskosten wurden im fm.benchmarking Bericht 2020 erstmals ausgewertet.

Datengrundlage

Die ausgewerteten Verpflegungseinrichtungen sind ausschließlich Zweckbauten und weisen im Durchschnitt eine Fläche von 2.300 m² Brutto-Grundfläche (BGF) auf. Bemerkenswert ist der Zustand der Gebäude. Alle Gebäude, für die entsprechende Angaben zur Sanierung getätigt wurden, wurden nach 2010 saniert.

Verpflegungseinrichtungen

Technikeinsatz treibt die Kosten in die Höhe

Betrachtet man die Nutzungskosten der Verpflegungseinrichtungen im Vergleich zu anderen Gebäudearten, liegen diese im guten Mittelfeld. Der Anteil für die Kosten des Technischen Gebäudemanagements (TGM) ist erwartungsgemäß etwas höher. Die Gründe zeigen sich schon mit Blick auf die Flächenverteilung: Die anteilige Technikfläche ist nach den Rechenzentren (26%) und Laborgebäuden (18%) mit rund 15% die dritthöchste aller Gebäudearten (die Angaben geben den prozentualen Anteil der Technikfläche an der BGF an).

Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Nutzungskosten. So weisen sowohl die Instandhaltung als auch die Elektroenergie hohe Einzelkosten aus. Die Kosten für die Instandhaltung haben eine recht breite Spannweite. Sie betragen im Schnitt 14,00 Euro/m²BGF und sind damit vergleichbar mit denen für Industriegebäude. Die Kosten für Elektroenergie liegen auf dem gleichen Level und lassen sich damit am ehesten mit den Kosten für Laborgebäude vergleichen.

Infrastrukturelles und Kaufmännisches Gebäudemanagement

Im Bereich des Infrastrukturellen Gebäudemanagements (IGM) dominieren die Kosten für Reinigungs- und Pflegedienste mit insgesamt rund 13,00 Euro/m²BGF. Diese werden maßgeblich durch die Unterhaltsreinigung beeinflusst.

Das Kaufmännische Gebäudemanagement (KGM) umfasst alle kaufmännischen Leistungen aus den Bereichen TGM und IGM unter Beachtung der Immobilienökonomie. Die Kosten sind vergleichsweise niedrig. Es ist jedoch zu beachten, dass für die Verpflegungseinrichtungen keine Kapitaldienste ausgewertet wurden. Diese gelten in der Regel als hoher Kostentreiber im Bereich des Kaufmännischen Gebäudemanagements.

Mit rund 6,00 Euro/m²BGF sind die Kosten für Öffentliche Abgaben/Gebühren unüblich hoch. Eine Begründung hierfür können wir nicht liefern. Es sei aber darauf hingewiesen, dass die Einzelwerte entsprechend plausibilisiert wurden.

Kostenstrukturierung

Die Kostenstrukturen im fm.benchmarking sind an gängige DIN-Normen angelehnt. Eine Übersicht finden Sie in unserer Fachveröffentlichung “Kostenstrukturierung nach fm.benchmarking”. Diese können Sie kostenfrei als PDF anfordern.

Auszug Kostenstrukturierung nach fm.benchmarking


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Dadurch, dass Frau Weiland das fm.benchmarking vom Account Management bis hin zur Datenauswertung und Berichtserstellung durchführt, sind auch ihre Themen auf unserem Blog sehr vielfältig. Sie teilt hier ihr Wissen und ihre Gedanken rund um Neuigkeiten, Strategie sowie Trends und Zahlen.
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